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Was KARCEM für den DPP liefert: Lieferantendaten für den Digitalen Produktpass

Der Digitale Produktpass der EU verlagert die Datenlast stromaufwärts auf den Hersteller. Als Rohstricker, der Färben, Drucken und Ausrüsten über ein geprüftes Lohnnetzwerk mit einem Ansprechpartner koordiniert, liefert KARCEM die Daten zu Zusammensetzung, Prozessherkunft, Umweltindikatoren und Konformität, die den DPP der Marke speisen, aus einer einzigen, rückverfolgbaren Quelle.

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KARCEM liefert als Tier-1/Tier-2-Datenpartner die für den Digitalen Produktpass (DPP) der EU erforderlichen Lieferantendaten aus einem einzigen Werk: Faser-/Materialzusammensetzung und Anteil recycelter/zertifizierter Eingangsstoffe, die wesentlichen Produktionsprozesse wie Färben und Veredeln samt Ursprungsland je Stufe, die zentralen Umweltindikatoren (Klima, Wasser, Energie), REACH- und Schadstoff-Konformität, Tier-1/Tier-2-Rückverfolgbarkeit sowie Informationen zu Haltbarkeit/Reparierbarkeit/Recyclingfähigkeit. Garn geht hinein, fertige Ware kommt heraus; da ein Ansprechpartner Stricken (eigenes Werk), Färben, Bedrucken und Veredeln über ein geprüftes Lohnnetzwerk koordiniert, wird ein Großteil der Kette in einem einzigen, prüfbaren Datensatz gebündelt. Diese Seite fasst im Sinne eines Datenblatts zusammen, welche Felder aus welcher Quelle von KARCEM kommen, um den DPP der Marke zu speisen.

Was ist der DPP und warum verlagert sich die Datenlast auf den Lieferanten?

Der Digitale Produktpass ist ein Datensatz, den die EU im Rahmen der ESPR (Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte) einführt und der die Material-, Produktions-, Umwelt- und Konformitätsinformationen eines Produkts in digitaler und maschinenlesbarer Form trägt. Verbraucher und Prüfer greifen über einen Datenträger am Produkt (QR, NFC oder RFID) auf diesen Datensatz zu. Die grundlegende Veränderung durch den DPP betrifft die Herkunft der Information: Auch wenn die Marke oder der Importeur den Pass herausgibt, liegen die Rohdaten, die die Felder füllen, größtenteils beim produzierenden Lieferanten. Daher verlagert sich die Last in der Praxis stromaufwärts auf den Stoff- und Färber-/Veredlerhersteller. Die Marke kann den Pass nur ausfüllen, wenn ihr Lieferant diese Daten konsistent und belegt liefern kann; andernfalls bleibt der DPP unvollständig oder nicht überprüfbar. KARCEM steht an diesem Punkt als DPP-fähiger Lieferant in der Position des Datenanbieters, der den Großteil der Felder speist.

Welche Daten werden vom Lieferanten für den DPP erwartet?

Der erwartete Datensatz lässt sich in sechs Hauptkategorien gliedern, die vom Material bis zur Konformität reichen: (1) Faser-/Materialzusammensetzung und Anteil recycelter oder zertifizierter Eingangsstoffe; (2) wesentliche Produktionsprozesse (insbesondere Färben und Veredeln) samt Ursprungsland jeder Stufe; (3) zentrale Umweltindikatoren, also Klima (Treibhausgase), Wasser und Energie; (4) REACH- und Schadstoff-Konformität; (5) Tier-1- und Tier-2-Rückverfolgbarkeit; (6) Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Pflegehinweise. Branchenstudien (Trace4Value) sprechen für Textilien von rund 126 Datenpunkten; etwa 25-30 davon sind für den Verbraucher sichtbar, der Rest wird für Prüfer und Kettenpartner mit gestaffeltem Zugriff vorgehalten. Die Daten werden auf Produktebene per GS1-Serialisierung verknüpft und sind über QR-/NFC-/RFID-Träger zugänglich. Der Großteil dieser sechs Kategorien entsteht in einem koordinierten Lohnnetzwerk mit einem Ansprechpartner aus einer Hand.

FeldBeschreibungKARCEM-Quelle
Faser-/MaterialzusammensetzungFasertypen und -anteile, aus denen der Stoff besteht (z. B. Baumwolle, Polyester, Elasthan); Blend-StrukturGarn-Eingangsdaten und Strickrezept; Daten zur Zusammensetzung von Faser/Garn und Elasthan
Anteil recycelter/zertifizierter Eingangsstoffe %Gewichtsanteil recycelter oder zertifizierter Fasern in ProzentLieferkettennachweise (CCS/GRS); Aufzeichnungen zertifizierter Eingangsstoffe im Rahmen von GOTS/RCS
Wesentliche ProduktionsprozesseBeschreibung und Reihenfolge der Stufen wie Stricken, Färben, Bedrucken und VeredelnIn einem einzigen Werk durchgeführte Prozessdaten zu Färben/Bedrucken und Veredelung/Finishing
Ursprungsland je StufeWo jeder Produktionsschritt erfolgt (einschließlich Färben und Veredeln)Stricken im eigenen Werk, Färben/Veredeln im geprüften Lohnnetzwerk; die Herkunft wird aus einer Hand deklariert (ein Ansprechpartner)
Färbeverfahren/FarbstoffklasseVerwendeter Färbeprozess und Farbstoffklasse (reaktiv, dispers usw.)Rezept- und Prozessdaten der Reaktiv-/Dispersionsfärbung
Farbe/FarbgenauigkeitFreigegebene Farbreferenz und Toleranz der Abweichung innerhalb der ChargeFarbkontrollziel <1 ΔE; Aufzeichnungen zu Delta E und Lab-Dip-Freigabe
Klimaindikator (Treibhausgase)Indikator der Klimawirkung auf Produkt-/ProzessebeneUmweltindikator-Aufzeichnung der Produktionsstufe (Färben + Veredeln zusammengefasst)
WasserindikatorIndikator zum Wasserverbrauch im ProzessWasserdaten der Färbe-/Veredelungsprozesse
EnergieindikatorIndikator zum Energieverbrauch im ProzessProzessenergie-Aufzeichnung des Werks
REACH-/Schadstoff-KonformitätKonformitätserklärung zu verbotenen/beschränkten ChemikalienREACH/SVHC/OEKO-TEX- und ZDHC-Konformitätsdokumente
Tier-1-/Tier-2-RückverfolgbarkeitVerknüpfung der direkten und der vorgelagerten LieferstufeKARCEM als Tier-1-Hersteller; die Garnbeschaffung wird als Tier-2 mit rückverfolgbaren Daten verknüpft
Haltbarkeit/DimensionsstabilitätIndikatoren zur Nutzungsdauer und zum Verhalten beim WaschenErgebnisse zu Dimensionsstabilität/Spirality und Qualitätsprüfung
Farb-/WaschechtheitPrüfwerte der FarbechtheitAufzeichnungen der ISO/AATCC-Echtheitsprüfung
Recyclingfähigkeit/PflegeEingabe zur Recyclingfähigkeit des Produkts und zur PflegeanleitungAus Zusammensetzungs- und Veredelungsdaten abgeleitete Pflege-/End-of-Life-Eingabe
Gewicht/strukturelle EigenschaftenGewicht pro m² und MaschenstrukturGewicht/GSM-Messung und Aufzeichnung der Strickstruktur (Single Jersey/Interlock usw.)
Identifikator auf ProduktebeneKennung, die das Produkt per GS1-Serialisierung mit dem Pass verknüpftMit Chargen-/Produktkennung verknüpfbare Produktionsdaten (passend zum GS1-Schema der Marke)

Warum ist KARCEM ein DPP-fähiger Tier-1/Tier-2-Datenpartner?

In einer fragmentierten Lieferkette muss die Marke die Zusammensetzung von einem Lieferanten, die Färbeherkunft von einem anderen und die Veredelungsdaten von einem dritten zusammentragen; bei jedem Übergang schwächt sich die Rückverfolgbarkeit ab und die Zuordnung von Herkunft und Stufe reißt ab. Da KARCEM ein Rohstricker ist, der Färben, Drucken und Ausrüsten über ein geprüftes Lohnnetzwerk koordiniert, strickt KARCEM die Rohware im eigenen Werk und steuert Färben, Bedrucken und Veredeln über geprüfte Lohnpartner mit einem Ansprechpartner; das macht es möglich, das Ursprungsland der Färbe- und Veredelungsstufen, die Umweltindikatoren der Prozesse sowie die Farb-/Konformitätsaufzeichnungen aus einer einzigen, prüfbaren Quelle zu liefern. Als direkter Hersteller liefert KARCEM die Tier-1-Daten aus erster Hand; auch die Tier-2-Verbindung der Garnbeschaffung wird mit rückverfolgbaren Aufzeichnungen in den Pass übertragen. Auf der Seite der Lieferkette machen CCS/GRS-Nachweise den Anteil recycelter/zertifizierter Eingangsstoffe überprüfbar. Wie diese Kriterien bei der Lieferantenauswahl zu bewerten sind, lesen Sie im Leitfaden zur ESPR/DPP-Lieferantenauswahl.

Wann wird der DPP verpflichtend und was sollte die Marke jetzt vorbereiten?

Es wird erwartet, dass sich der delegierte Rechtsakt mit den Details des DPP für Textilien um etwa 2027 konkretisiert und die verpflichtende Einhaltung etwa im Zeitraum 2028-2029 in Kraft tritt. Das ist ein enges Fenster für Marken, um ihre Dateninfrastruktur schon heute aufzubauen: Etwa 25-30 der rund 126 Datenpunkte sind für den Verbraucher sichtbar, der Rest wird für Prüfer und Kettenpartner mit gestaffeltem Zugriff vorgehalten; der gesamte Satz wird auf Produktebene per GS1-Serialisierung verknüpft und über QR/NFC/RFID ausgelesen. Die praktische Vorbereitung besteht darin, über ein feldbasiertes Datenblatt vorzugehen: jedes DPP-Feld einer Lieferantenquelle zuzuordnen, Lücken frühzeitig zu erkennen und die Lieferkettennachweise aktuell zu halten. Für den weiteren Regulierungskontext siehe die Seiten Leitfaden Nachhaltigkeit/Regulierung und CBAM/EPR/CSDDD; für Begriffsdefinitionen können Sie das Glossar heranziehen.

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